UNABHÄNGIG, ÜBERPARTEILICH UND ÜBERHAUPT
DAS PORTAL FÜRS HOLZKIRCHNER GÄU
Gemeinsam beackert.

Gemeinsam beackert.

Jetzt, wo Spekulatius und der ganze winterliche Süßkram aus den Supermarktregalen verschwunden sind, ist wieder Platz für Gartengeräte, Samen, Anzuchterde und es beginnt landein, landaus den Hobbygartlern der grüne Daumen zu jucken. Zeit wirds, denn Paprika, Gurken und bald auch Tomaten oder Zucchini dürfen bald auf der Fensterbank vorgezogen werden, damit sie zu Beginn der Freilandsaison nach den Eisheiligen in den Garten dürfen.In den Garten. Wenn man denn einen hat. Wo – wie in unserer Marktgemeinde – Wohnraum knapp ist, ist es auch die Gartenfläche, die – wenn überhaupt vorhanden – meistens durch das überdimensionale Trampolin des Juniors nicht mehr viel Platz für die Kartoffelzucht im großen Stile lässt.

Was also tun? Das partisanenhafte “Guerilla Gardening” à la Berlin, also das ungefragte gemüsige Urbarmachen von Kreisverkehren , Grünstreifen und öffentlichen Liegenschaften ist ja hier noch nicht so verbreitet und das mit den Schrebergärten ist nun auch nichts auf die Schnelle. Bleiben einem also nur die kindskopfgroßen EU-Gemüseprodukte vom Discounter, die zwar reich an Schadstoffen, dafür konsequent frei von Aroma sind?

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Der Hartpenninger Biobauer Georg Hahn stellt Land und quasi “Anbau-Know-How” zur Verfügung.

Mitnichten. Der Hartpenninger Biobauer Georg Hahn hat für Holzkirchen die Idee der eigenen Ackerparzelle auf einer größeren Anbaufläche adaptiert, die sich für eine Saison günstig gemeinschaftlich mit  Gemüse, Kräutern und Blumen bepflanzen lässt.

“Meine Bioernte” heißt das ganze, und da im Gegensatz zur Geothermie der Frühling bestimmt bald kommt, werden diese Parzellen nun bald wieder vergeben. Wer also heuer Mutter Erde auf dem zwischen Thann, Sufferloh und Hartpenning gelegenen Acker sein eigenes Biogemüse abtrotzen will oder in diesem Sommer mal nicht nur am Schreibtisch sitzen will, der ist vom Georg Hahn herzlich eingeladen,

am 7. März im Gasthaus Neuwirt in Großhartpenning zur Infoveranstaltung “Meine Bioernte” zu kommen. 
Beginn ist 19:30 Uhr im Nebenzimmer der Wirtschaft.

 

Ein paar Eckdaten vorab:

Eine Parzelle kostet 45,- Euro pro Jahr.
Größe ca. 80 m2 gleich 4 mal 25m Bifang.
Neu ist 2014 außerdem die fachkundige Betreuung von Jugendlichen und Schülern, die sich im Garteln versuchen wollen.
Für sie wird es im Herbst ein Kartoffelfest am gemeinsamen Lagerfeuer geben.
Ein weiteres Gemüse-Event: Es wird wieder Weißkraut angebaut, das am 27. 9. auf dem Hahnhof gemeinsam zu Sauerkraut verarbeitet wird.
Der Georg Hahn sucht im Übrigen noch regionale Firmen oder Träger, die für bedürftige Familien bzw. Jugendliche und Schüler Parzellen sponsern oder für die eigenen Mitarbeiter nutzen wollen.
Alle weiteren Fragen oder Anliegen richten Sie am besten direkt an Herrn Hahn – unter der Nummer 0160-97671234.
Happy Gardening!
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4 Responses to Gemeinsam beackert.

  1. Eva sagt:

    Wir hatten ein Jahr einen Bifang bei Herrn Hahn mit einer unglaublich guten Ernte ohne viel Aufwand und ein Jahr woanders mit gar keiner Ernte, da auf dem Feld nur Gras gewachsen ist und die Schnecken selbst die Disteln gefressen haben. Dieses Jahr sind wir wieder bei Herrn Hahn und freuen uns schon sehr drauf. So gutes Gemüse kann man nicht im Supermarkt kaufen und die körperliche Arbeit ist ein super Ausgleich.

  2. Georg Paulus sagt:

    Ich habe vor 4 Jahren mit einem Hochbeet angefangen und hatte die letzten beiden Jahre einen Bifang bei Herrn Hahn. Ich bin begeistert von den selbst erzeugten Salaten, Kräutern, Gemüse, Kartoffeln usw. Ich bin auf alle Fälle wieder mit dabei. Von jedem Teilnehmer kann man etwas lernen. Es macht echt Spaß. Ich freue mich darauf, neue Teilnehmer kennen zu lernen.
    Herzliche Grüße: Georg Paulus

  3. Barbara Böttcher sagt:

    Seit mehreren Jahren baue ich Kartoffeln, Gemüse, Salate, Kräuter und dazwischen ein paar Blumen als Farbtupfer auf 1 Bifang vom Acker des Herrn Hahn an. Je nach Witterung fällt die Ernte mal mehr, mal weniger reichhaltig aus, doch stets mehr, als ich selber verbrauchen kann. So profitieren erfreut mehrere Haushalte von gesunden Lebensmitteln, die in solcher Qualität nirgendwo zu kaufen sind: Natur pur, ohne chemische Pflanzenmittel, ohne Umweltbelastung und absolut frisch auf den Tisch! Seitdem ich mit eigenen Händen die Erde bearbeite, säe und bepflanze, Unkraut jäte und mit Freude das Wachsen beobachten kann, genieße ich jeden Bissen meiner selbstgezogen L e b e n s mittel absolut bewußt. Welch ein Hochgenuß!
    PS: Ich “lebe” immer noch von meinen/m eigenen Kartoffeln, Roten Beeten / Raner, Kohlrabi, Sellerie, Kraut und Rosenkohl :-)

  4. Kat`l sagt:

    Es ist kaum zu glauben, welche Gemüse unsere Kinder (3 und 5 Jahre) als ihre Lieblingsgemüse betiteln, wenn sie mit dem Prädikat “ist auf unserem Acker gewachsen” auf den Teller kommen. Für mich und meine Familie ist unser kleines Stück Acker zum festen Bestandteil unseres Jahres geworden, wir freuen uns schon wenn es draußen wieder los geht.

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